Ich möchte hier MEINE Erfahrungen weiter geben,

um andere vor Schaden zu bewahren.

 

Inhalt:

21: ROTAX 914 Turbo

20: Verschmutzter PROPELLER.

19: Das STEIGEN.

18: Durch die WOLKENDECKE.

17: EINSTELLUNG des Propeller.

16: UNBEDINGT.

15: INNERE Stimme.

14: Ich bin der GRÖSSTE:

13: MEHR ist WENIGER.

12: Checkliste:

11: IMPONIERGEHABE.

10: UNGEWOLLTER Looping. 

09: BEWUSSTER Looping.

08: Sicherheitshöhe:

07: KOMMUNIKATION.

06: Verschiedene Hersteller.

05: ALLEIN und ZWEISITZIG.

04: Das 1. MAL in einem neuen Fluggerät.

03: Das SICHERSTE Fluggerät der Welt:

02: Betätigung der PEDALE.

01: Das AIRSHOW - SYNDROM.

 

21. Rotax 914 Turbo: 2 el. Benzinpumpen.

 

Als ich mich mit meinem Gyrofreund Christian über die Sicherheit von UL Motoren unterhielt, erzählte er mir folgendes Erlebnis.

 

"Ich machte in der kalten Jahreszeit mit einem Freund einen Rundflug mit meinem MTOSport mit Turbomotor. Wir hatten beide el. Heizjacken und el. geheizte Handschuhe.

Plötzlich fing der Motor zu stottern an und drohte stehen zu bleiben. Geistesgegenwärtig schaltete ich die Heizjacke aus und sagte meinem Freund, er solle das auch sofort tun. Daraufhin lief der Motor wieder normal weiter."

 

Was war geschehen ? 

Der Rotax 914 Turbo hat unverständlicherweise 2 ELEKTRISCHE BENZINPUMPEN. Wenn zu viele el. Verbraucher angeschlossen sind, die Batterie oder der Generator defekt ist, bekommen die Benzinpumpen keinen Strom mehr und der Motor stirbt ab. Christian wusste das und handelte richtig, indem er SOFORT die stromfressenden Heizjacken abschaltete.

 

Aber viele Piloten wissen von dieser Unsicherheit nichts und mussten ihr Leben lassen. Seit 25 Jahren gibt es diesen Motor, aber dieser Mangel wurde nie behoben.

 

Als so ein Motorausfall bei einer TRIXY mit 914 Turbo passierte, reagierte Trixyaviation SOFORT und entwickelte ein neues System, dass bei Versagen der Batterie automatisch auf eine 2. Batterie umschaltet.

 

Diese Einstellung von Trixyaviation:


Bestehende Mängel zu beheben und somit immer sicherere Gyrocopter zu bauen ist der Hauptgrund, warum ich TRIXY Fliege.

20. VERSCHMUTZTER PROPELLER.

 

Vorige Woche sollte ich einen 3 stündigen Fotoflug machen. Aber nach 2 Stunden merkte ich, dass das STEIGEN spürbar schlechter wurde. Also landete ich nach 2 Stunden. Da sah ich, dass der Propeller mit vielen kleinen Insekten bedeckt war.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass so etwas nur passiert, wenn man LÄNGERE ZEIT in NIEDRIGER HÖHE (min. 150 m über Grund) fliegt, wie es eben bei Fotoflügen üblich ist. Insekten halten sich vorwiegend in niederen Höhen auf.

 

Man hat mir gesagt, dass ein stark verschmutzter Propeller die Leistung um bis zu 20 % verringern kann.

 

Ich putzte den Propeller, startete und sah, dass das STEIGEN wieder spürbar besser war, daher:

 

VOR JEDEM FLUG PROPELLER PUTZEN !

 

 

19: Das STEIGEN

 

Es war im Frühjahr 2011, als ich mit meinem Gyrofreund Peter zum 1. Mal ZU ZWEIT im geschlossenen Gyro über die Alpen nach Italien flog.

 

Über den Phyrnpass in 5000 Fuss kamen wir noch leicht. Als wir aber den Alpenhauptkamm über Obertauern überqueren wollten, da ging das schon viel schwerer. Ich musste einige Male an einem Berghang hin und her fliegen, wie ich es vom Drachenfliegen gewohnt war, um den Aufwind zu nützen, damit ich auf 8000 Fuss steigen konnte. Denn diese Höhe war notwendig, um sicher über die Alpen zu kommen.

 

Warum war das so ?

 

Um das zu verstehen, muss man 3 Dinge wissen:

 

1: Das Steigen ist vom GESAMTGEWICHT abhängig. 

Je SCHWERER man ist, desto schlechter steigt man. Ist wie beim Auto. Je schwerer es beladen ist, desto schwerer fährt man bergauf.

 

2: Das Steigen ist von der LUFTDICHTE abhängig.

Je HÖHER man fliegt, desto DÜNNER wird die Luft und desto WENIGER AUFTRIEB wird erzeugt und desto schlechter steigt man.

 

3: Das Steigen ist von der TEMPERATUR abhängig.

Je HÖHER die Temperatur, desto mehr dehnt sich die Luft aus und wird auch dünner und bewirkt ebenfalls ein schlechtes steigen.

 

Bisher war ich nur ALLEINE einige Male problemlos über die Alpen geflogen und hatte mühelos 11 000 Fuss erreicht.

Aber zu ZWEIT mit zusätzlichen 90 kg Gewicht ist das schon ganz anders.

 

Also, aufpassen wenn du ZU ZWEIT über die Alpen fliegen möchtest.

 

Immer auf GEWICHT, TEMPERATUR und HÖHE achten.

 

18: DURCH DIE WOLKENDECKE

 

Im Herbst 2008 flog ich mit meinem MTOSport

von Freistadt LOLF nach Fertös LHFM zum 100er Service.

 

Nach Wiener Neustadt begann eine geschlossene Wolkendecke mit ab und zu kleinen Löchern. Ich flog weiter, denn ich beabsichtigte, mich beim nächsten grösseren Loch durch die Wolkendecke sinken zu lassen und unter der Wolkendecke weiter zu fliegen.

 

Bei Sopron fand ich ein grösseres Loch und liess mich senkrecht nach unten sinken.

Diese Fähigkeit, sich mit Null Fahrt wie ein Fallschirm nach unten sinken zu lassen, ist ein grosser Vorteil von Gyros und ich genoss es richtig.

Als ich unter der Wolkendecke ankam, sah ich, dass diese tiefer war, als ich annahm.

Ich flog ein Stück weiter, aber ich fühlte mich nicht wohl, da ich bereits in geringer Höhe über eine Hochspannungsleitung fliegen musste.

 

Also drehte ich wieder um, denn ich wollte wieder durch das grosse Loch nach oben fliegen, aber ich fand das Loch nicht mehr. 

Nach einigem Suchen wurde mir etwas mulmig und ich beschloss, durch die Wolkendecke nach oben zu fliegen, da ich wusste, dass über den Wolken strahlend blauer Himmel war.

 

Ich schätzte, dass die Wolkendecke ca. 100 m dick war und ich wusste, dass ich mit meinem Turbo in dieser kalten Jahreszeit mit 5m/sec. steigen konnte. Ich würde also ca. 20 Sekunden benötigen.

 

Also begann ich mit dem Steigflug. als ich in den Wolken war, sah ich nichts mehr. Es war ein schreckliches Gefühl. Meine Augen hatten keinen Anhaltspunkt. Als ich aus den Wolken wieder raus kam war ich viel steiler und etwas schräg. Ich korrigierte sofort und schwor mir:

 

SO ETWAS NIE WIEDER ZU TUN. 

 

Bitte fliegt NIEMALS als Sichtflieger IN WOLKEN ein.  

Man lernt das auch im PPL- Kurs: Für einen VFR-Flieger (Sichtflieger) ist

 

DER EINFLUG IN WOLKEN ABSOLUT VERBOTEN.

 

Übrigens, ich landete dann in Wiener Neustadt, wartete, bis sich die Wolken auflösten und flog erst dann nach LHFM:

 

17: EINSTELLUNG DES PROPELLER.

 

Mein Gyrofreund Ernst rief mich an und sagte:

„Edwin, ich habe mir einen Gyro gekauft, könntest du bitte beim 1. Mal mit mir mitfliegen, denn ich bin schon länger nicht mit einem Gyro geflogen.“

 

Wir starteten zu zweit und ich merkte, dass wir eine viel längere Strecke zum Abheben benötigten, als gewohnt. Als wir endlich in der Luft waren drückte ich den Stick wie gewohnt ein bisschen nach vorne, um den Luftwiderstand zu verringern und so schneller und sicherer die beste Steiggeschwindigkeit von 100 km/h zu erreichen.

 

Als wir 100 km/h hatten, zog ich leicht am Stick um den Steigflug einzuleiten, doch es tat sich fast nichts. Ernst schrie: „ZIEHEN“, (also Stick nach hinten und den Anstellwinkel vergrössern). Doch als erfahrener Pilot wusste ich, dass diese Reaktion genau das VERKEHRTE ist. Denn wenn man bei Vollgas kein Steigen hat, dann darf man nicht ziehen und damit den Anstellwinkel und somit den Widerstand erhöhen, sondern man muss DRÜCKEN und somit den Anstellwinkel und den Widerstand verringern.

Dies tat ich, aber wir bekamen trotzdem nur ein geringes Steigen.

Da wusste ich, dass irgend etwas nicht in Ordnung war und ich machte eine Sicherheitslandung auf der nächsten Wiese in der Nähe des Flugplatzes.

 

Hier kam ein grosser Vorteil eines Gyros zu tragen, nämlich die Fähigkeit, sehr sicher eine Sicherheitslandung machen zu können, weil man sehr langsam fliegen kann und nur wenige Meter für eine Landung benötigt. Wir waren beide unverletzt und der Gyro war unbeschädigt.

 

Was war geschehen ?

 

Ernst hatte den Gyro gebraucht aus Norddeutschland gekauft. Der Flugplatz lag fast auf Meereshöhe und so hatte der Vorbesitzer den Propeller auf gute Reisegeschwindigkeit eingestellt, also etwas STEILER. Diese Einstellung bewirkt ein schlechtes Steigen.

 

Bei uns am Flugplatz Freistadt, der ca. 700 m über dem Meeresspiegel liegt ist diese Einstellung nicht günstig. Hier ist ein FLACHER eingestellter Propeller, der ein gutes Steigen bewirkt, von Vorteil.

 

Seit dieser Erfahrung fliege ich mit einem Gyro, den ich noch nicht kenne,

 

ZUERST EINMAL ALLEINE.

 

16: UNBEDINGT

 

Es war ca. im Jahr 2000. Ich war an diesem heissen Sommertag im Garten, als mich jemand anrief und sagte:

„Du MUSST heute UNBEDINGT einen Rundflug mit meinem Sohn machen, es ist eine Überraschung, er hat Geburtstag.“

 

Ich sagte: Tut mir leid, aber heute ist der heisseste Tag des Jahres, wir machen den Rundflug ein anderes mal.

 

„Nein, das geht nicht, mein Sohn hat HEUTE Geburtstag, wir können das nicht verschieben, du musst UNBEDINGT fliegen. es ist eine Überraschung.“

 

Ich lies mich überreden und machte den Rundflug. Nach einer halben Stunde blieb der Motor plötzlich stehen und ich musste eine Notlandung in einem Weizenfeld machen.

Wir waren beide unverletzt, aber bei dem Sunny Doppeldecker war der Rahmen verzogen und die unteren Flächen beschädigt. Ein Schaden von ca. 10 000 €.

 

Was war geschehen ?

Als ich nach der Notlandung bei Austrocontrol anrief und den Unfall meldete, sagte mir der Experte sofort: „Da hatten sie DAMPFBLASEN BILDUNG“

 

Ich wusste nicht was das war, also erklärte er es mir:

 

Bei sehr hohen Aussen Temperaturen (wir hatten 37 Grad) kann es bei frei liegenden 2 Takt Motoren, bei ungeschützten Benzinleitungen zu Dampfblasen Bildung im Benzin kommen, die den Benzinfluss unterbrechen. Dies führt zum Stillstand des Motors.

 

Soeben erfuhr ich, (wir hatten heute auch einen sehr heissen Tag), dass 2 Fliegerkollegen aus Linz, die in Kärnten waren und UNBEDINGT nach Hause fliegen wollten, wegen der Hitze beim Start ein zu geringes Steigen hatten und mit ihrem Flieger bei der Notlandung einen Totalschaden verursachten.

 

Also, wenn ihr das Wort UNBEDINGT hört, seid vorsichtig, denn 

 

DAS WORT UNBEDINGT KANN TEUER WERDEN.

15: INNERE STIMME                29062013

 

Es war ca. 1996 als ich mit meinem Sunny Doppeldecker nach Ried Kirchheim LOLK flog. Es fand auf diesem Flugplatz ein grosses Fliegerfest statt.

Kurz vor der Landung am Anfang der Piste erfasste mich eine starker Wind und beutelte mich durcheinander. Ich gab Vollgas, startete durch und landete erst nach mehreren Korrekturen am Ende der Piste.

So etwas hatte ich noch nie erlebt.

 

Der Betriebsleiter gab mir per Funk die Anweisung, hinter einer Cessna, der letzten von vielen parkenden Maschinen zu parken. ich bestätigte und wollte gerade hinter die 

Cessna rollen, als ich eine innere Stimme vernahm, die mir sagte:

 

„TUE DAS NICHT, ROLLE ZUR TANKSTELLE“

 

Ich war überrascht, drückte die Sprechtaste und sagte:

„ D-MECH (mein Kennzeichen), erbitte Rollen zur Tankstelle.“

Ich erhielt die Freigabe und rollte zur Tankstelle. da hörte ich im Funk den Piloten einer ANTONOW (das ist der grösste Doppeldecker der Welt), wie er sich zur Landung anmeldete.

Ich dachte, diese Landung muss ich mir ansehen, bin neugierig ob der auch beim Landen solche Schwierigkeiten hat.

Und tatsächlich, der schwere Doppeldecker wackelte schon beim Anflug, setze zuerst mit beiden Rädern auf, dann wurde ein Rad plötzlich angehoben, die schwere Antonow kam von der Piste ab und krachte in die Cessna, hinter der ich vor 1 Minute parken sollte. 

Es gab 2 Schwerverletzte und einen Toten.

 

Die Ursache war ein seltenes Wetterphänomen ein sogenannter SCHERWIND.

 

Ich weiss, dass diese Schilderung bei vielen nur ein mitleidiges Lächeln und verständnisloses Kopfschütteln auslösen wird.

 

Aber ich habe es erlebt und es gibt sie. Leider wird sie von vielen in unserer lauten Welt nicht mehr gehört, denn

 

DIE INNERE STIMME SPRICHT SEHR LEISE.

 

14: Ich bin der GRÖSSTE                   25062013

 

Es war 2011, als ich schon ca. 1000 Stunden Erfahrung auf dem Gyro hatte und immer verwegener wurde. Ich hatte mich langsam an die Grenzen des Gyros herangetastet. Ich war unter schwierigen Bedingungen, wie schlechte Sicht, Regen, leichter Schneefall, 30 Knoten Wind usw. geflogen und kam langsam zu der Erkenntnis: „Dieses Fluggerät ist wirklich einmalig, hier kannst du bei ALLEN Bedingungen fliegen. Bis ich eines Besseren belehrt wurde.

 

Ich war mit Andy Nemetz einem sehr erfahrenen Flächen und Gyropilot  in Italien.

Als wir mit unseren Gyros zurückflogen, war schon sehr schlechtes Wetter nördlich der Alpen angesagt. Wir fanden gerade noch ein Loch über dem Sölkpass und landeten bei strömendem Regen in Niederöblarn LOGO. 

An einen Weiterflug war nicht zu denken, also übernachtete ich in LOGO. Am nächsten Tag war gespenstische Ruhe am Flugplatz, denn keiner flog. Als ich dem Betriebsleiter mitteilte, dass ich JETZT über den Phyrnpass nach Freistadt fliegen werde, sagte er.

 

„Das würde ich nicht tun, wir haben FÖHN mit sehr starken Turbulenzen angesagt.“

 

Ich sagte: „Das macht mir nichts, ich bin ja mit dem Gyro unterwegs und startete.“

 

Als ich nach dem Start nach Osten drehte und etwas höher stieg hatte ich eine Groundspeed von 200 km/h. Normalerweise fliege ich mit 130 km/h. Ich hatte also einen Rückenwind von 70 km/h. Ich war ganz euphorisch und nur auf diese tolle Reisegeschwindigkeit fixiert, sodass mir folgender Fehler passierte.

 

Als ich nach links in ein Tal abbog, um den Phyrnpass zu überqueren, flog ich auf der LINKEN Seite des Tales, also im LEE, das ist die vom Wind abgewannte Seite.. Der Wind strömte mit ca. 70 km/h über den Bergrücken und erzeugte einen gewaltigen ROTOR, das sind sehr starke Turbulenzen mit sehr starken Auf und Abwinden.

 

Es ging auf einmal wie im freien Fall abwärts. Ich gab Vollgas, aber das nützte nichts.

Es schüttelte mich wie wild hin und her und auf und ab. Ich war entzetzt, machte eine Drehung um 180 Grad, um aus diesem Tal wieder raus zu kommen und mehr Boden unter mir zu gewinnen, denn die Pass Strasse war steil ansteigend. Der ganze Zauber dauerte wahrscheinlich nur wenige Sekunden, aber es kam mir wie eine Ewigkeit vor.

Gott sei Dank war ich hoch genug, um aus diesem Rotor wieder heil rauszukommen.

 

Ich war schweissgebadet und zitterte am ganzen Körper. Ich war nicht in der Lage, die  20 km nach LOGO zurückzufliegen und ersuchte per Funk um eine „Sicherheitslandung wegen starker Turbulenzen“ auf dem Militärflugplatz in Aigen.

 

Als ich landete fragte mich der diensthabende Offizier, ob ich verrückt sei. Es gab für diesen Tag ein Flugverbot für die Hubschrauber wegen zu starker Turbulenzen.

 

Da wurde ich mir meines ÜBERMUTES (der schlechtesten Form des Mutes) bewusst und schwor mir, so etwas NIE WIEDER zu tun.

 

Seit diesem Tag praktiziere ich nur mehr die edelste Form des Mutes, nämlich die DEMUT.


Ich habe nun grössten Respekt vor der Natur und dem Wetter fliege nur mehr nach sorgfältigster Wetterberatung und

höre auf meine Flieger Kameraden.

 

Wie heisst es so schön ?

 

                        ÜBERMUT TUT SELTEN GUT und

                        HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL

 

13: MEHR ist WENIGER                23062013


Ich kenne mehrere Piloten, die tausende Stunden auf Flächenfliegern oder Hubschraubern hatten und dann auch das Gyrofliegen lernen wollten.

 

Es lief immer nach dem gleichen Schema ab. Ich möchte nur ein Beispiel stellvertretend für alle anderen erzählen:

 

Hallo, ich bin der Pilot „sehr erfahren“ und möchte das Gyrofliegen lernen. Wie viele Stunden brauche ich ?

 

 Ich: „Vorgeschrieben sind mindestens 30 Stunden.“

 

WAS, bist du verrückt, ich habe 5000 Stunden auf dem Flieger XY.

Ausserdem habe ich den Berufspilotenschein.

 

Ich: „Ach so, wenn das so ist, dann brauchst du natürlich mindestens 100 Stunden.

 

Mach keine Spässe, ich bin doch ganz GROSSE Flieger geflogen.

 

Ich: „Ok, was glaubst DU denn, wie viele Stunden du bis zum 1. Alleinflug brauchen wirst ?

 

Naja, ich denke  maximal 3 bis 4 Stunden werden für dieses „kleine Spukerl“ mehr als genug sein.

 

Ich: „Ok, wenn du das glaubst, musst du woanders hingehen, ICH kann dir das Gyrofliegen in 3 bis 4 Stunden NICHT lernen.

 

Naja, dann gehe ich halt woanders hin.

 

Um es kurz zu fassen:

Alle Piloten, die mit dieser EINSTELLUNG an das Gyrofliegen herangingen, haben den Gyro GECRASCHT.

 

Jeder kennt den Spruch: WENIGER ist MEHR.

 

Aber in diesen Fällen gilt: MEHR ist WENIGER

 

Denn eine der grössten Fehleinschätzungen ist, dass man mit VIEL Erfahrung auf anderen viel GRÖSSEREN Luftfahrzeugen, WENIG Stunden auf diesem KLEINEN Luftfahrzeug braucht.

 

12: CHECKLISTE               21062013

 

Es war ca. 2005, als ich mit meinem Sunny Doppeldecker nach Schärding flog. Der Wind war so stark, dass man dort mit einem Flächenflieger nicht landen konnte. Auch ein Flieger aus Wels drehte wieder um. Schärding ist ein schwieriger Platz. Starker Wind oft direkt von der Seite. Wald nahe neben der Piste und somit LEE-TURBULENZEN.

Also drehte ich um und flog wieder zurück nach Freistadt. Ich wusste, das geht sich leicht aus, denn ich starte bei Überlandflügen immer VOLLGETANKT und wusste, dass ich 2,5 Stunden sicher fliegen kann. Nach Schärding benötigte ich knapp 1 Stunde.

 

Kurz vor Freistadt blieb der Motor plötzlich stehen. (mein Herz auch für einen Augenblick). Ich musste eine NOTLANDUNG machen. Ich hatte Glück, denn unter mir war eine grosse Wiese. Ich sah, dass ich KEINEN BENZIN mehr im Tank hatte.

 

Was war geschehen ?

Ich verwendete eine handgeschriebene Checkliste, bei der man die einzelnen Punkte natürlich nicht ABHACKEN konnte, sondern nur mit dem Finger draufzeigen.

Da gerade einige Interessenten am Flugplatz waren, die mir Fragen stellten, war ich abgelenkt und ÜBERSPRANG beim Check diesen wichtigen Punkt. Der Tank war nicht mehr voll, da ich nach dem Volltanken noch einen halbstündigen Rundflug gemacht habe.

 

Ich dachte mir schon damals: „Es müsste eine Checkliste geben, die man ABHACKEN kann. Ja, man könnte das schon tun, aber dazu bräuchte man jedes mal eine Neue und das ist zu umständlich. 

Anscheinend hatten schon mehrere Piloten Unfälle durch Checklisten, die man NICHT ABHAKEN kann, denn als ich in Amerika war, sah ich eine Checkliste in Form einer langen Plastikleiste, die man am Armaturenbrett befestigen und die einzelnen Checkpunkte wie mit einem Schalter UMLEGEN konnte.

Ich kaufte sie, verwendete sie aber nicht, weil sie zu UMSTÄNDLICH war.

 

Fast 20 Jahre mussten vergehen bis es für dieses Problem eine einfache und geniale Lösung gefunden wurde:

 

Ein App für das Iphone  „FLIGHT-TRIP CHECKLIST“

 

Vorteile:

1: Durch Fingertip werden die Punkte abgehackt und somit grau hinterlegt.

2: Die abgehandelten Listen werden grün,

    teilweise abgearbeitete erscheinen gelb

    nicht verwendete bleiben rot.

3. Sie kann jederzeit geändert werden.

4. Die einzelnen Punkte können verschoben werden.

5. Sie kann als E-Mail versendet werden.

6. Sie kann von jedem leicht nach seinen persönlichen Bedürfnissen erstellt werden.

 

ICH VERWENDE SIE VOR JEDEM FLUG. EINFACH GENIAL.

  

11: IMPONIERGEHABE            19062013

 

2008 als ich meinen SPL (Sonder Piloten Lizenz) für Gyrocopter in Deutschland machte und auf das Prüfungsergebnis wartete, hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Gyro Kollegen.

Er war erfolgreicher Geschäftsmann, hatte im Leben alles erreicht, war finanziell unabhängig und hatte bereits alle Statussymbole, wie Villa am Meer, Yacht, Luxusautos usw.

Er hatte nun das Gyrofliegen gelernt, weil das SO GEIL ist und man damit so geile Sachen machen kann. Er hatte sich schon einen Gyro mit allen Extras, wie Turbomotor usw. gekauft.

Seine Ausbildung hatte sich schon über ein Jahr hingezogen, weil er als Geschäftsmann wenig Zeit hatte und er war schon einige Male zur Prüfung angetreten. Er sagte zu mir:

 

„Hoffentlich komme ich jetzt bei der Prüfung durch, denn zu Hause warten schon alle darauf, dass ich ihnen endlich ZEIGEN KANN was man mit dem Gyro für GEILE SACHEN machen kann.“

 

Drei Wochen später erfuhr ich, dass er tödlich abgestürzt ist.

 

Als ich einmal einen Gockelhahn auf seinem Misthaufen beobachtete,wie er seine Federn aufblusterte, (sich viel massiger machte als er war), seinen Hals lang machte, (sich grösser machte als er war), mit den Flügeln flatterte und so tat, als ob er gut fliegen könne und laut Kikeriki rief, um den anwesenden Weibchen zu signalisieren:

 

„Schaut her ICH bin der GRÖSSTE, ICH bin der BESTE, nehmt MICH.“

 

Da wurde mir bewusst, dass viele Männer (genetisch bedingt) auch dieses Verhalten haben und ich gab diesem Imponiergehabe einen eigenen Namen, nämlich das

 

GOCKELHAHN-SYNDROM 

 

Wenn ich meinem Sohn www.fetzysworld.com  zusehe, wie er spielerisch die spektakulärsten Sprünge in die Luft zaubert (was faszinierend aussieht), würde mir doch niemals einfallen als ANFÄNGER das zu tun, denn ich würde mir beim 1. Mal das Genick brechen.

Ich bin mit ihm rund um die Welt gefahren und er hat sich dieses KÖNNEN in jahrelangem Training angeeignet.

 

Man kann in jeder Sportart spektakuläre Dinge machen und Höchstleistungen erbringen, aber bitte nur durch JAHRELANGES TRAINING und KÖNNEN.

 

Unverständlicher Weise machen IMMER WIEDER Piloten in der Gyrofliegerei ALS ANFÄNGER spektakuläre Dinge OHNE JAHRELANGEM TRAINING und KÖNNEN.


Dies macht mich sehr nachdenklich.


 

10: UNgewollter Looping      14062013

 

Ich machte im Herbst 2011 mit 2 Gyrofreunden einen Ausflug auf einen anderen Flugplatz. Beim Rückflug startete G. als 2er. 

(Ich nenne ihn G wie Glück, denn er hatte  unwahrscheinliches Glück) 

 

G. war schon in Startposition und begann mit dem Prärotieren, als der Betriebsleiter per Funk sagte: „Beschleunige Start, Segelflieger im Anflug:“

Dadurch wurde G. NERVÖS, startete schneller als sonst und der Start war nicht so schön als normal. 

Wieder die Stimme des Betriebsleiters: SCHNELL Piste verlassen, Segelflieger im Anflug. G. schob den Turbo rein, was nicht notwendig war, denn er ist ein LEICHTER Pilot, flog ALLEINE, hatte WENIG  Benzin, war auf einem NIEDEREN Flugplatz und es war NICHT sehr WARM. Er stieg sehr STEIL weg, drückte den Stick nach Vorne wurde NOCH SCHNELLER und kam am Ende des Platzes mit VOLLGAS in ein STARKES AUFWINDGEBIET. Dieser Segelflugplatz war extra neben einem steilen Hang angelegt, wegen der Aufwinde.

 

Was ich jetzt sah, liess mein Blut gefrieren und meinen Atem stocken. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen und dachte: DAS KANN NICHT SEIN, das ist nicht real, hier läuft ein falscher Film ab. Aber es war real, denn G.

 

MACHTE einen LOOPING NACH RÜCKWÄRTS.

 

Ich dachte noch: JETZT IST ES AUS, doch der Looping war perfekt und G. flog normal gerade weiter, als wäre nichts geschehen.

 

Auch hier war dieser BEINAHEUNFALL eine VERKETTUNG VIELER UNGLÜCKLICHER UMSTÄNDE.

 

1: Der SITZ war zu weit hinten. G. hatte den Gyro gebraucht von einem grossen Piloten gekauft und da er kleiner ist, war die Sitzposition und somit auch die Pedalposition nicht optimal. Er sagte immer. „Ich muss mir einen Polster in den Rücken geben, denn ich sitze zu weit hinten und bringe den Stick schwer nach vor.“ 

 

2: Er war ZU LEICHT.

 

3: Die Bedienungen für einen STEILEN START waren optimal.

 

4: Er war durch die Funkmeldung „schnell die Piste verlassen“ NERVÖS und dadurch UNKONZENTRIERT.

 

5:Dadurch vergass er die TRIMMUNG NACH VORNE zu geben oder er betätigte IRRTÜMLICH die Trimmung nach hinten..

 

6: Er kam in ein STARKES AUFWINDGEBIET.

 

Zwei Dinge retteten G. das Leben:

 

A: In seinem Schock nahm er das GAS NICHT HERAUS und hatte somit genug Schwung.

B: Er war HOCH GENUG.

 

Als ich ihn in Freistadt zur Rede stellte, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass man einen Looping UNFREIWILLIG machen kann und sagte:

„G. bist du verrückt geworden, wie kannst du einen Looping machen.“

sagte er: „Edwin, nein ich bin nicht verrückt, glaubst du ich mache einen Looping freiwillig. Es ging alles so schnell, auf einmal riss es mich nach oben, ich sah nur mehr den Himmel und brachte den Stick nicht mehr nach Vorne.“

Ich sagte zu ihm: „ G. jetzt gehst du nach Hause, machst eine Flasche Sekt auf und feierst deinen 2. Geburtstag.“

 

Auch hier hatte das Gesetz von Murphy zugeschlagen:

„Alles was passieren kann, passiert auch einmal.“

 

Wie man sieht, war auch dieser Beinaheunfall, wie bei allen Unfällen eine VERKETTUNG von MEHREREN UNGLÜCKLICHEN UMSTÄNDEN.

Wäre noch ein Fehler mehr dazugekommen, wie ZU GERINGE HÖHE, dann wäre dieser Vorfall auch DRAMATISCH ausgegangen.

 

 

9: Bewusster LOOPING.      11062013

 

Als ich 2010 meine theoretische Fluglehrer Ausbildung in Kassel machte, erzählte uns unser Lehrer zur Abschreckung, damit wir NIEMALS einen LOOPING machen, folgende wahre Begebenheit. (Zarte Gemüter sollten jetzt nicht mehr weiter lesen)

 

Er fuhr mit Freunden nach Frankreich, um einen Gyro zu besichtigen. Kaum waren sie am Flugplatz angekommen, startete ein französischer Gyropilot. Es war bekannt, dass dieser als einziger einen Looping mit dem Gyro machen konnte. Er war ihm schon oft gelungen, doch an diesem Tag war er ZU NIEDRIG (und wenn es nur 1 cm war) und crashte. Gut war, dass er wie vorgeschrieben einen Helm trug, denn dadurch war sein Kopf unverletzt.

 

Dann machte unser Lehrer mit einer Hand so eine Bewegung, wie ein Handballspieler, der den Ball immer auf den Boden schlägt und der dann zurückspringt und sagte nochmals:

„Gut, dass er einen Helm trug, dadurch war sein Kopf unverletzt, aber er sprang wie ein Ball mehrere male vom Asphalt hoch, denn er wurde ihm vom Rotorblatt wie mit einem Schwert abgetrennt.

 

VERSUCHT NIEMALS MIT EINEM GYRO

EINEN LOOPING ZU MACHEN.

 

Wer Freude am Kunstflug hat, soll dies nur mit einem FLÄCHENFLIEGER tun.

 

Dieses Schild sollte (wie bei mir) eigentlich in jedem Gyro sein.

 

 

 

8:  SICHERHEITSHÖHE                09062013

 

Als ich 2008, als ich noch meinen MTOSport mit Turbomotor mit 115 PS hatte und mit diesem tollen Gyro in AUSREICHENDER HÖHE verschiedene SICHERE MANÖVER machte, fragte mich ein Gyrofreund, ob ich ihm das auch lernen könne.

 

Er wollte die senkrechte AUTOROTATION lernen. Also gingen wir mit SEINEM Gyro mit  dem 100 PS Motor auf 300  m über Grund, Gas raus, Stick zurück bis wir Null Fahrt hatten und liesen uns senkrecht nach unten sinken. Wie gewohnt wollte ich bei 200 m ausleiten, aber da erwischte uns ein Abwind und drückte uns nach unten. Ich gab Vollgas, aber die Wirkung war deutlich geringer, als ich es von meinem Turbomotor gewohnt war und wir kamen erst  deutlich niedriger wieder in den Horizontalflug. Es war nicht gefährlich, aber ich habe mich doch geschreckt.

Seitdem mache ich meine Manöver deutlich höher.

 

Im Grunde meines Herzens bin ich eigentlich ein TESTPILOT für Gyros, der von NEUGIER und WISSENSDRANG getrieben jeden neuen Gyro auf Herz und Nieren prüfen und seine Grenzen ausloten möchte um anderen Piloten dieses Wissen weiter zu geben und ihnen so ein SICHERES Fliegen mit dem Gyrocopter zu ermöglichen, der 

FÜR MICH nach all meinen ERFAHRUNGEN, der .... ja ich sage es laut und deutlich und schreie es in die Welt hinaus und wiederhole nochmals: FÜR MICH nach ALL MEINEN ERFAHRUNGEN mit  ALLEN ANDEREN FLUGGERÄTEN die ICH GEFLOGEN bin, das .....

 

nein, NICHT DAS SICHERSTE FLUGGERÄT DER WELT. Denn das ist Unsinn, da müsste ich ja mit allen Fluggeräten der Welt geflogen sein, um das sagen zu können, sondern 

 

 das SICHERSTE FLUGGERÄT ist, das ICH KENNE.

 

Aber, wenn jemand ein SICHERERES Fluggerät kennt, möge er mir das bitte mitteilen, ich werde es SOFORT KAUFEN.

 

Darum trifft es mich so schwer, wenn ein Gyro abstürzt, weil ich weiss, dass dies absolut UNNÖTIG ist. Vorausgesetzt dieser Gyro ist in Deutschland zugelassen, es wird nichts HERUMGEBASTELT und man hält sich AN DIE REGELN.

Ja ich weiss, in Amerika oder in Ostblockländern, wo sich jeder einen Gyro ZUSAMMEN BASTELN kann, passiert dies öfter. You Tube ist voll davon.

   

2 Dinge natürlich vorrausgesetzt:

 

1: Ein GUT AUSGEBILDETER Pilot, der VERNÜNFTIG ist, die GRENZEN dieses Gerätes KENNT und auch VERSTEHT. Alles hat seine Grenzen: Jedem vernünftigen Autofahrer würde es doch NIE einfallen, bei 120 km/h das Lenkrad zur Seite zu reissen und Vollgas zu geben.

 

2: Eine SICHERE und eine GUT (nach Vorschrift) GEWARTETE Maschine. 

ALLE in Deutschland zugelassen Gyros SIND SICHER, da Deutschland eine der strengsten Forderungen für die Zulassung hat und Belastungstest einfordert, die weit über dem liegen was auch im extremsten Flug erreicht werden kann.

 

Ich sage immer: Gyrofliegerei ist FAST wie im PARADIES.

 

Im Paradies durften Adam und Eva alles machen,NUR 1 NICHT. „Von diesem Baum essen.

 

Beim Gyrofliegen kannst du alles machen, NUR 2 DINGE NICHT:

 

1:Den Gyro in eine NEGATIVE LAGE bringen (Rotor nach UNTEN),denn in so einer Lage wird der Rotor dramatisch schnell abgebremst und verliert Auftrieb.

 

2: Bei Manövern ZU NIEDRIG fliegen.

 

Die alte Fliegerweisheit:

 

GESCHWINDIGKEIT ist das HALBE Leben,

GESCHWINDIGKEIT und HÖHE ist das GANZE LEBEN.

 

gilt für den Gyro nicht, denn der Gyro kennt keinen Stall (Strömungsabriss) bei zu langsamen Flug. Du kannst mit dem Gyro auch mit Null Vorwärtsfahrt fliegen, das macht ihm nichts aus. Du sinkst dann nur wie ein FALLSCHIRM nach unten. Das ist das geniale. Also gilt für den Gyro bei Manövern:

 

HÖHE ist das GANZE LEBEN und nochmals

HÖHE ist das GANZE LEBEN.

 

Denn in der Luft passiert dir nichts, wenn du die vorgegebenen Grenzen einhälts. 

 

ES IST NUR DER BODEN, DER DICH VERLETZT ODER TÖTET.

 

 

 

7: KOMMUNIKATION                                            07062013

 

Wenn ein Schüler das 1. Mal ALLEINE fliegt, ist es LEBENSWICHTIG dass man mit ihm in ständigem FUNKKONTAKT steht, um bei einer falschen Reaktion SOFORT KORRIGIEREND eingreifen zu können.

 

Wie ihr gesehen habt (bei Nr.5), konnte Willi bei meinem 1. Alleinflug mit Sunny nur durch diese 4 Worte: STICK GANZ NACH VORNE, mein Leben retten.

 

Nehmen wir wieder ein fiktives Beispiel. Ihr wisst ja bereits, dass nach dem Gesetz von Murphy ALLES MÖGLICH ist.

 

Ein Pilot, von dem man nicht weiss, dass er NOCH NIE einen Alleinflug gemacht hat und einen Alleinflug macht und nur in Funkkontakt mit dem Betriebsleiter steht, der keine Ahnung vom Gyrofliegen hat und somit nicht korrigierend eingreifen kann und......

Ach was, so was kann es doch nicht geben !

 

Falls es so etwas aber doch gibt, kann man sich gut vorstellen, dass anwesende Fluglehrer, die sehen dass er etwas falsch macht und wissen , dass sie mit nur 4 Worten: RECHTES PEDAL und GAS RAUS sein Leben retten könnten und dies NICHT TUN KÖNNEN, sehr betroffen sind und lange brauchen, um so etwas zu verarbeiten. 

 

Ich werde ab nun immer mein Funkgerät dabei haben, wenn ich Gyrofliegern, die weniger als 50 Stunden haben, zusehe, weil ich weiss, dass

 

90 PROZENT ALLER UNFÄLLE VON PILOTEN VERURSACHT WERDEN, DIE WENIGER ALS 50 FLUGSTUNDEN ERFAHRUNG HABEN.

 

6: VERSCHIEDENE HERSTELLER                             06062013

 

 

Wenn mit einem MOTORRAD ein Fahrer tödlich verunglückt,


DISKUTIERT MAN NICHT MEHR DARÜBER, WELCHER HERSTELLER SCHULD IST


weil man weiss, dass ALLE Motorräder SICHER GEBAUT sind und IMMER der FAHRER, oder ANDERE UNGLÜCKLICHE UMSTÄNDE der Grund sind.

 

Wenn jemand mit einem AUTO verunglückt und sei es eines der sichersten der Welt, wie Prinzessin Diana mit einem MERCEDES oder Landeshauptmann Haider in einem AUDI, oder jeden Tag andere hunderte bedauernswerte Menschen,


DISKUTIERT MAN NICHT MEHR DARÜBER, WELCHER HERSTELLER SCHULD IST


weil man weiss dass ALLE AUTOS SICHER GEBAUT und bei ALLEN UNFÄLLEN immer der FAHRER oder ANDERE UNGLÜCKLICHE UMSTÄNDE der Grund sind.

 

Wenn in der FLÄCHENFLIEGEREI ein Pilot tödlich verunglückt,


DISKUTIERT MAN NICHT MEHR DARÜBER, WELCHER HERSTELLER SCHULD IST


weil man weiss, dass ALLE FLIEGER SICHER GEBAUT sind und IMMER der PILOT, der STALL (Strömungsabriss) oder ANDERE UNGLÜCKLICHE UMSTÄNDE der Grund sind.

 

Wenn in der GYROFLIEGEREI ein Pilot tödlich verunglückt,


MACHT MAN SOFORT DEN HERSTELLER DAFÜR VERANTWORTLICH


OBWOHL man weiss, dass ALLE GYROS, die in Deutschland zugelassen sind, SICHER GEBAUT sind und IMMER der PILOT oder ANDERE UNGLÜCKLICHE UMSTÄNDE der Grund sind.

 

KANN MIR DAS BITTE JEMAND ERKLÄREN ?

 

 

                                                                                         

5: ALLEIN und ZWEISITZIG.    06062013

 

2004 machte ich meine Einweisung auf dem SUNNY. Den PPL hatte ich ja schon.

Willi, mein Einweiser wusste, dass ich schon Erfahrung auf anderen Flächenfliegern hatte. Also sagte er zu mir nach 2 Stunden:

„Edwin, das Landen und Starten kannst du schon super,

jetzt fliegst du ALLEINE.

 

Ich war stolz und glücklich, setzte mich in die Maschine und gab VOLLGAS. Was jetzt geschah erschreckte mich nicht, sondern lies mich vor Entzetzen erstarren. Ich stieg fast senkrecht in die Luft. Ich war momentan handlungsunfähig, ich wusste nicht was los war. Da schrie Will per Funki: STICK GANZ NACH VORNE. Ich drückte den Stick fest nach Vorne und kam wieder in eine normale Fluglage. Diese 4 Worte retteten mir wahrscheinlich das Leben oder bewahrten mich zumindestens vor einem schweren Crash.

 

Was war passiert ?

 

Willi hatte deutlich mehr als 100 kg. ich wog 80 kg.

Zu ZWEIT ging alles viel träger. Der Start, das Kurven, das Steigen. Auch die Pedale und der Stick gingen ZU ZWEIT SCHWERER.

 

Als ich das ERSTE MAL ALLEINE flog und um 125 % weniger Gewicht hatte, war ALLES GANZ ANDERS.

 

Ich persönlich gebe jedem Schüler bei seinem 1. Alleinflug 3 x 25 Kg Sandsäcke auf den Rücksitz, damit er den Gewichtsunterschied nicht spürt, dann beim 2. Flug 2 x 25 Kg  beim 3. Flug 1 x 25 Kg und erst beim 4. Alleinflug fliegt er wirklich alleine und so lernt er und fühlt er, was 25 kg Gewicht in der Ultraleicht Fliegerei ausmachen.

 

Einen Schüler beim 1. Aleinflug ohne Gewichte fliegen zu lassen ist verantwortungslos.

 

Stellen wir uns einmal nach dem Gesetz von Murphy (das besagt, dass alles was passieren kann auch passiert) folgendes Szenario vor:

 

Es gibt einen Piloten der noch wenig Erfahrung auf einem Gyro hat und noch nie einen Alleinflug gemacht hat und sich als erfahrenen Piloten ausgibt. Ach was, machen wir es noch verrückter, denn nach dem Gesetz von Murphy ist alles möglich.

Also gut, dann nehmen wir an, dieser unerfahrene Gyropilot gibt sich als Gyrolehrer aus. Ist das verrückt genug ? Nein ? OK, dann eben noch verrückter.

Dieser auf Gyros unerfahrene Pilot gibt sich als PRÜFER von GYROLEHRER aus.

Ist das verrückt genug ? Nein ? Tut mir leid, aber da mache ich nicht mehr mit, denn das ist MIR dann doch ZU VERRÜCKT.

 

ich höre jetzt auf, denn

 

SO EINE VERRÜCKTE GESCHICHTE KANN NICHT GUT GEHEN.

    

 

 

                                                                                   

4: DAS 1. MAL IN EINEM NEUEN FLUGGERÄT.    04062013

 

A:

Als einer der erfahrensten Flächenflieger Österreichs HANS GUTMANN das 1. Mal ein Trike bei unserem Kurs in Seitenstetten ausprobieren wollte, passierte folgendes.

 

Er startete zum 1. MAL mit einem Trike, war überrascht, dass es so schnell abhob und so steil wegstieg. (Das war er von seiner Cessna nicht gewohnt.) Er erschrak und tat instinktiv den Bügel NACH VORNE. Er hatte diese Bewegung nach tausenden Stunden auf der Fläche automatisiert, denn hier muss man um einen steilen Steigflug zu beenden, den Stick nach Vorne geben, um den Anstellwinkel zu VERKLEINERN.

 

Bei einem Trike bewirkt diese Bewegung das GEGENTEIL. Wenn man bei einem gutmütigen Gerät, wie einem Trike den Anstellwinkel schlagartig durch vordrücken vergrössert, dass die Fläche fast senkrecht steht und man zu nieder ist um zu korrigieren dann produziert man einen CRASH.

 

Und so passierte es auch Hans und alle sagten:

 

ICH HABE ES DIR JA GLEICH GESAGT,

DIESE  NEUEN TRIKES SIND GEFÄHRLICH.


B:

Als ich das 1. MAL, mit meinem SUNNY (ein 3-Achs gesteuerter Doppeldecker) nach 300 Stunden auf meiem Trike ALLEINE auf einem anderen Flugplatz mit Asphaltpiste landete und mit dem Bugrad aufsetze, bog ich auf einmal ganz scharf nach links ab und crashte beinahe in einen Hangar.

Alle die das sahen sagten:

 

ICH HABE ES EUCH JA GLEICH GESAGT,

EIN SUNNY IST GEFÄHRLICH UND UNBERECHENBAR.

 

Die Ursache:

 

Ein Trike hat eine INDIREKTE Bugradsteuerung. Wenn man ins linke Pedal steigt, fährt man nach rechts.

 

Ein Sunny hat eine DIREKTE Bugradsteuerung. Wenn man ins linke Pedal steigt, fährt man nach links.

 

Diese Tatsache, dass bei diesen beiden LFZ. Die Bugradsteuerung VERKEHRT funktioniert, führte zu diesem Beinaheunfall.

 

Ich wollte das Bugrad, das beim Aufsetzen ein bisschen nach llnks stand korrigieren und betätigte das linke Pedal, wie ich es von meinem Trike gewohnt war und verstärkte so den Ausschlag. 

 

Ich hatte die Bugradsteuerung des Trikes noch AUTOMATISIERT  

 

C:

Aus dem gleichen Grund produzierte ein Freund von mir, ein begeisterter Trikeflieger nach dem 1. Flug mit seinem Gyro einen schweren Unfall.

Hier verlief diese FALSCHE BETÄTIGUNG des PEDALS nicht so harmlos.

Der Gyro überschlug sich, war Totalschaden und beide waren schwer verletzt.

Und alle, die den Unfall sahen, sagten:

 

ICH HABE ES JA IMMER GESAGT,

DIESE GYROS SIND SO GEFÄHRLICH.

 

D:

Am 29. 05. 2013 passierte ein tragischer Unfall mit einer TRIXY.

Und viele die das sahen oder hörten, sagten.

 

ICH HABE ES JA IMMER GESAGT,

DIESE TRIXY IST GEFÄHRLICH.

 

 

Es ist doch selbstverständlich, dass man vor jedem Umstieg von einem Fluggerät auf ein anderes VOR dem 1. ALLEINFLUG eine SORGFÄLTIGE EINWEISUNG macht.

 

Die grösste Fehleinschätzung vieler Piloten ist folgende:

 

Ich kann mit einem Typ von Gyro gut fliegen,

also kann ich mit jedem Typ von Gyro gut fliegen.

 

Das stimmt nicht, denn jede Type hat ihre besonderen Eigenschaften, auf die VORHER aufmerksam gemacht werden muss und diese Eigenschaften müssen VERSTANDEN und TRAINIERT werden.

 

Es ist doch in der FLÄCHENFLIEGEREI genau so. Es würde keinem Piloten einfallen OHNE SORGFÄLTIGE EINWEISUNG von einem Bugrad Flieger auf einen Spornrad Flieger umzusteigen, oder von einem Hochdecker auf einen Tiefdecker.

 

 

ABER IN DER GYROFLIEGEREI GLAUBT MAN

DIES TUN ZU KÖNNEN.

 

 

                                                                                   

3:  DAS SICHERSTE FLUGGERÄT DER WELT     03062013


1989 bei der 1. TRIKE Ausbildung in Österreich, war ich als Trike Schüler, Augenzeuge folgenden Unfalls.

Unser jüngster, mutigster, talentiertester und ehrgeizigster Fliegerkamerad sagte folgendes:

 

 „Ist das alles bei dieser Fliegerei, nur Landen und Starten,

 gibt es da nichts anderes.“

 

Es gab damals in den Anfängen der UL Fliegerei noch keinen ausgebildeten Fluglehrer, also hatten wir einen Ausbildungsleiter der nur Erfahrung beim Sprühfliegen hatte. Er war auch Flächenflieger und hatte die Erfahrung, dass ein TRIKE (Rogalloflügel) im Vergleich zu einer Fläche sicherer war und war somit begeisterter und überzeugter Trike Pilot.

 

Er sagte: 

„ Naja, dann fliege mal ein bisschen höher und probiere ein bisschen. Du brauchst keine Angst zu haben, dir kann nichts passieren, denn ein TRIKE ist 

 

"DAS SICHERSTE FLUGGERÄT DER WELT,

 DIR KANN NICHTS PASSIEREN"

 

Der junge Pilot startete und wir sahen, dass er begann sich aufzuschaukeln. Er machte einen steilen Sturzflug, zog das Trike wieder hoch, machte noch einen steileren Sturzflug, zog noch mehr hoch usw. 

 

Wir waren entzetzt und schrien:

 

 „Ist er verrückt geworden, er versucht einen Looping zu machen.“

 

Und tatsächlich, er wollte einen Looping machen. An der höchsten Stelle (er hatte zu wenig Schwung) fiel die bewegliche Gondel in die Fläche, beschädigte sie schwer und er stürzte vor unseren Augen ab.

 

Auch hier waren wie bei allen Unfällen NICHT EIN GRUND sondern die unglückliche Verkettung von MEHREREN Gründen die Ursache.

 

1: Ein junger, unerfahrener, mutigerehrgeiziger Pilot

2: Keine Erfahrung auf diesem neuen Luftfahrzeug.

3: Airshow Syndrom. (Verlust des rationalen Denkens)

4: Fehlende Kommunikation. 

   (Wir hatten damals in den Anfängen noch kein

   richtig funktionierendes Funkgerät, nur so Ohrstöpsel)

5: Wir hatten das vorgeschriebene RETTUNGSGERÄT ENTFERNT, welches damals noch am Kielrohr befestigt war und  beim Steuern dieses gewichtskraft gesteuerten Trikes sehr hinderlich war, da es dadurch grosse Steuerkräfte erforderte.

 

Unser Ausbildungsleiter sagte noch:

 

Das brauchen wir nicht, das behindert nur, gebt es weg.

In England ist das sogar verboten.

(Ich half dabei mit einem sehr unguten Gefühl) 

 

"WIR HABEN DAS SICHERSTE FLUGGERÄT,

 HIER KANN NICHTS PASSIEREN"

 

In der Fliegerei passiert ein Unfall nie nur wegen EINEM Fehler. Es ist IMMER eine Verkettung MEHRERER FEHLER

Und so war es auch hier. Wäre es NUR EIN FEHLER WENIGER gewesen, so wäre auch dieser Unfall NICHT PASSIERT.

 

Es bestätigte sich auch hier folgende Fliegerweisheit:

(Denn die Hauptursache war Fehler Nr. 1)

 

Es gibt MUTIGE Piloten und ALTE Piloten,

aber keine mutigen, alten Piloten.

 

Und deswegen wird es leider immer wieder Unfälle geben.

  

 

                                                                                    

2. BETÄTIGUNG der PEDALE.    01.06. 2013

 

Als ich 2010 meinen Calidus in Hildesheim abholte und damit nach Österreich flog, passierte mir folgendes.

Ich war so glücklich und euphorisch (und dadurch etwas leichtsinnig) endlich einen GESCHLOSSENEN Gyro zu haben, mit dem man bequem reisen kann und begann nun mein neues Gerät zu testen.

 

Ich wollte am Anfang nur Manöver machen, wie ich sie bisher mit meinem OFFENEN MTOSport, mit dem ich bereits 500 Stunden geflogen war,  problemlos gemacht hatte.

Also, begann ich die Wirkung des Seitenruders zu testen, und betätigte das linke Pedal.(Ich flog ca. 160 km/h).Was nun geschah, ERSCHRECKTE mich. Der Gyro neigte sich stark nach rechts. Das hatte ich bisher noch nicht erlebt.

 

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Dieses Verhalten ist eine Eigenschaft von ALLEN GESCHLOSSENEN Gyros.

 

Ich machte INstinktiv das Richtige.

Ich hatte es in mir drINnen, ich brauchte nicht mehr überlegen, nach 500 Stunden Erfahrung wusste ich, wie ein Gyro reagiert.

 

Ich nahm das Gas ganz heraus, betätigte das rechte Pedal und drückte den Stick nach links. Die Maschine stabilisierte sich sofort und flog wieder gerade.

 

Ich wischte mir den Schweiss von der Stirn und dachte:

„WAS WAR DAS DEN ?“

 

Die Erklärung ist ganz einfach und logisch:

 

Ein GESCHLOSSENER Gyro hat eine VIEL GRÖSSERE GESCHLOSSENE FLÄCHE, als ein offener Gyro. Wenn man ihn mit den Pedalen dreht (Um die Hochachse), ihn also GEGEN den Fahrtwind stellt, erzeugt er einen VIEL GRÖSSEREN WIDERSTAND und die KABINE wird nach OBEN GEDRÜCKT, dadurch bekommt er die SCHRÄGLAGE.

 

Je höher die Geschwindigkeit, desto höher der Widerstand und desto höher die Schräglage.

 

Ein erfahrener Flächenflieger (mit wenig Erfahrung auf einem Gyro) reagiert in so einer für ihn kritischen Situation völlig VERKEHRT. Er hat gelernt in einer kritischen Situation (vor einem Strömungsabriss)

den Stick nach VORNE und VOLLGAS zu geben.

 

Diese falsche Reaktion führt in dieser Situation zu einem ÜBERSCHLAG nach RECHTS.

 

Übrigens, ich benötigte nach ca. 1000 Stunden auf Flächenfliegern,

50 Flugstunden mit dem Gyro um mir diese Reflexe eines Flächenfliegers abzugewöhnen und zu

 

DENKEN wie ein GYROFLIEGER.

 

 

 

                                                                                  

 

1. Das AIRSHOW-SYNDROM      31.05.2013

 

Dadurch mussten schon viele Piloten ihr Leben lassen und werden auch noch viele Piloten ihr Leben lassen. 

 

Ich möchte nur, dass es nicht mehr SO VIELE sind.

 

Das Airshow- Syndrom heisst so, weil viele Unfälle passieren, wenn andere zuschauen, wie eben auf einer Airshow.

 

Sie passieren durch die Eigenschaft vieler Menschen, anderen etwas beweisen zu wollen, oder sein Können zu demonstrieren.

 

Mir ist das selbst auch schon passiert. Ich war 2009, als ich noch nicht so viel Erfahrung mit dem Gyro hatte, auf einer Airshow in der Tschechei, um meinen Gyro vorzuführen. Es waren hunderte Zuschauer anwesend. Als ich mit meiner Vorführung begann und die vielen Zuschauer unter mir sah, die alle erwartungsvoll zu mir empor blickten, überkam mich ein besonderes Gefühl. Dieses Gefühl ist mit einem RAUSCHGFÜHL (Höhenrausch, Tiefenrausch, Alkoholrausch usw.) zu vergleichen. Dieses Gefühl lies mich jede Vorsicht vergessen und gab mir ein Gefühl der Überlegenheit.

Als ich wieder landete, sagte Dietmar Fuchs (der Konstrukteur von Arrowcopter), der anwesend war:


Edwin, was du da aufgeführt hast, das war ein Wahnsinn, ich dachte mehrmals  jetzt hautsn owa.“ (jetzt stürzt er ab).

 

Ich hatte Glück, denn ich hatte doch schon etwas Erfahrung. (ca. 300 Flugstunden am Gyro) und ging instinktiv nur bis an die Grenzen und nicht darüber. 

Als ich wieder am Boden war verflog meine Euphorie. Ich wurde mir meines Fehlers bewusst und schwor mir, so etwas

 

NIE WIEDER ZU TUN.

 

Eine der traurigsten Weisheiten ist wohl folgende:

 

Die Erfahrung eines Menschen ist meistens wertlos für einen anderen, denn jeder muss seine EIGENEN Erfahrungen SELBST machen.“

 

Bedauerlicher Weise macht man manche Erfahrung zu spät und man überlebt sie nicht. 

 

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